Bierbrauen

In einem anderen Leben hab ich mal im Hauptfach Biotechnologie studiert. Dazu gehörte auch die Technologie des Bierbrauens. Einschließlich der vielen mikrobiologischen, enzymologischen, technologischen und wirtschaftlichen Aspekten. Ich hab das ohne große Begeisterung gelernt, das Schönste waren noch die praktischen Demonstrationen bzw. Brauereibesuche ...

Wer hätte das je gedacht - jetzt kann ich von diesem Wissen noch profitieren. Zwar ist es lange her und vieles hab' ich vergessen, aber so das Eine oder Andere kommt dann nach und nach wieder hoch. Ich bin nämlich mittlerweile unter die Bierbrauer gegangen und halte sogar Brauseminare ab. Wenn ich das jemals meinen ehemaligen Kommilitonen erzähle, die lachen sich schlapp. Aus Bierbrauen ein Hobby machen und sogar noch ein bißchen an Zusatzeinkommen dazu verdienen ...

Es begann alles mit der Urinmikrobiologie und mit der Überlegung, dass auch Hefen dort eine Rolle spielen. Von Hefekultur und Hefevermehrung kam ich auf andere Verwendungen für Hefen und ich konnte in einem Heft einmal nachschlagen, was obergärige und untergärige Hefen bzw. Vergärungen sind. Am besten geeignet fand ich ein Büchlein, welches ich per Zufall fand: „Bierbrauen zuhause“. Es kam bei den Seminaren immer gut an, dass ich behauptete, mein Wissen über Hefen stamme aus diesem Buch! Bis eine Gruppe von Urologen (allen voran eine Urologin!) mich auf die Thematik festnagelte und nicht nur wissen wollte wie das Buch genau heißt, sondern auch den Wunsch äußerte, Bierbrauseminare zu machen. Fand ich ganz toll.
Ich buchte selbst ein Seminar als Teilnehmer, um das Bierbrauen zu erlernen, war selbst ganz fasziniert von dieser interessanten Technologie, kaufte gleich vor Ort eine Grundausstattung und probierte das Ganze zuhause aus. Es ging! Das Ergebnis war ein schmackhaftes, bekömmliches Bier.
Mein Versprechen konnte ich dann bald einlösen und einmal hobbymäßig (in Dresden!) ein Bierbrauseminar gemeinsam mit Urologen und Schülern eines Gymnasiums abhalten (letztere als LK Biologie!).

Um es kurz zu machen, mittlerweile führe ich Seminare „Bierbrauen“ durch, insbesondere bei niedergelassenen Urologen, gesponsort durch Firmen wie Schwarz Pharma. Weitere Interessenten und Sponsoren sind immer willkommen!

Falls Sie das Bierbrauen einmal selbst erlernen möchte: ich gebe auch gerne Informationen ab, ohne dass Sie dafür ein Seminare belegen müssen. Bücher kann ich auch empfehlen und wenn es richtig losgehen soll: bevor Sie sich größere Mengen an Malz, Hopfen und dgl. zulegen, kann ich Ihnen gern ein Päckchen mit den Zutaten für einen 20 l-Sud eines obergärigen, blanken, vollvergorenen Bieres zusenden. Die Beschreibung wird Ihnen wahrscheinlich unbekannt vorkommen. Kölsch ist ein derartiges Bier, gebraut im Großraum Köln (Bier, welches nicht dort gebraut wird, darf sich allerdings nicht so nennen!).

Nach einigen Brauvorgängen  hab ich mir sogar eine  Schrotmühle zugelegt und kaufe  das ungeschrotete

Malz hier in Schriesheim in einer Mälzerei ( 

www.kling-malz.de).

 Das ist natürlich wesentlich preis-

günstiger (wenn auch die Anschaffungskosten für die Schrotmühle nie dabei eingespart werden können) aber vor allem besser lagerfähig als geschrotetes Malz. Also muss ich dann nicht so oft kleine Mengen bestellen.

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